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Erleben Sie die ganze Geschichte von Prophet Isa (AS) mit professioneller Erzählung und stimmungsvollen Hintergrundklängen.
Über diese Geschichte
Koranstelle
Sure Maryam (19:16-36), Sure Al-Imran (3:45-55)
Zentrale Themen
Hördauer
5 Min. professionelle Erzählung
Verfügbar in
Englisch, Arabisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Türkisch, Schwedisch, Spanisch
Die wichtigsten Lehren aus dieser Geschichte
- Alle Wunder kommen allein von Allah – Jedes Wunder, das Isa vollbrachte – Blinde heilen, Tote erwecken, Vögeln aus Lehm Leben geben –, geschah ausdrücklich „mit Allahs Erlaubnis“ (bi idhnillah). Isa beanspruchte niemals göttliche Macht für sich. Das lehrt uns, dass außergewöhnliche Fähigkeiten Zeichen Allahs sind und kein Beweis für Göttlichkeit. Die Macht gehört immer dem Schöpfer, nicht dem Geschöpf.
- Die unerschütterliche Botschaft des Tauhid – Obwohl Isa die außergewöhnlichsten Wunder aller Propheten erhielt, war seine Kernbotschaft dieselbe wie die aller Gesandten vor ihm: „Gewiß, Allah ist mein Herr und euer Herr; so dient Ihm“ (Koran 3:51). Der Islam lehrt, dass Isa niemals behauptete, Gott oder der Sohn Gottes zu sein, sondern sich stets als Diener und Gesandter Allahs bezeichnete.
- Die Ehre und Reinheit Maryams – Maryam ist die einzige Frau, die im Koran namentlich erwähnt wird, und eine ganze Sure trägt ihren Namen. Ihre Geschichte lehrt, dass Allah die Ehre der Rechtschaffenen verteidigt, selbst wenn die ganze Welt sie beschuldigt. Ihre Geduld, ihre Hingabe und ihr Vertrauen auf Allah in der schwersten Prüfung, die man sich vorstellen kann, machen sie zum Vorbild für alle Gläubigen.
- Allah schützt Seine Gesandten vor dem letzten Unheil – Als die Feinde Isas planten, ihn zu kreuzigen, griff Allah unmittelbar ein: Er erhob Isa in den Himmel und ließ es ihnen so erscheinen, als hätten sie ihr Ziel erreicht. Das zeigt, dass kein menschlicher Plan sich über Allahs Beschluss hinwegsetzen kann und dass Er diejenigen, die Er für eine heilige Mission erwählt hat, stets beschützt.
- Die Wahrheit steht über weltlicher Macht – Isa hatte kein Heer, keine politische Autorität und keinen materiellen Reichtum. Dennoch hatte seine Botschaft Bestand, und sein Einfluss auf die Menschheit ist beispiellos. Seine Geschichte lehrt, dass die Wahrheit von Allahs Botschaft nicht von weltlicher Macht abhängt – sondern von Aufrichtigkeit, Überzeugung und göttlichem Beistand.
Historischer und theologischer Hintergrund
Prophet Isa (AS) wird im Koran 25-mal namentlich erwähnt – häufiger als Prophet Mohammed (Friede sei mit ihm) selbst. Er trägt mehrere Ehrentitel: Al-Masih (der Messias), Kalimatullah (ein Wort von Allah), Ruhullah (ein Geist von Ihm) und Ibn Maryam (Sohn der Maria). Der Koran widmet seiner Geschichte bedeutende Abschnitte in mehreren Suren, darunter Sure Maryam (19), Sure Al-Imran (3), Sure Al-Ma'ida (5) und Sure An-Nisa (4), die jeweils andere Seiten seines Lebens und seiner Mission beleuchten.
Das islamische Verständnis von Isa unterscheidet sich in zentralen theologischen Punkten grundlegend vom christlichen. Der Islam bekräftigt seine jungfräuliche Geburt, seine Wunder und seine Rolle als mächtiger Prophet und Gesandter – lehnt aber die Vorstellungen von seiner Göttlichkeit, der Dreifaltigkeit und der Kreuzigung entschieden ab. Der Koran sagt: „Al-Masih, der Sohn Maryams, war doch nur ein Gesandter, vor dem bereits Gesandte vorübergegangen waren. Und seine Mutter war sehr wahrheitsliebend“ (Koran 5:75). Seine Erschaffung wird mit der Adams verglichen: Beide entstanden durch Allahs Befehl „Sei!“ – was zeigt, dass eine wundersame Geburt keine Göttlichkeit bedeutet.
Der Glaube an die Wiederkehr Isas (Nuzul Isa) ist ein grundlegender Bestandteil der islamischen Eschatologie und wird durch zahlreiche authentische Hadithe in Sammlungen wie Sahih al-Bukhari und Sahih Muslim bestätigt. Nach diesen Überlieferungen wird Isa bei einem weißen Minarett östlich von Damaskus herabsteigen, hinter dem muslimischen Imam beten (in manchen Überlieferungen als Imam al-Mahdi identifiziert), das Kreuz zerbrechen, die Dschizya abschaffen und die Erde mit Gerechtigkeit erfüllen. Seine Wiederkehr wird eines der großen Zeichen der Stunde sein. Nachdem er eine Zeit lang auf der Erde gelebt hat, wird er eines natürlichen Todes sterben und begraben werden – und damit den menschlichen Lebenskreis vollenden, der unterbrochen wurde, als Allah ihn in den Himmel erhob.
Koranzitate nach der Übersetzung von Frank Bubenheim und Nadeem Elyas.